fast

weißes Papier, innen bedruckt, 50x50x50 cm, 2020

Städtische Galerie Dresden I 2020

fast steht für die Diskrepanz zwischen virtueller und tatsächlicher Realität. Ein in sich geschlossenes schlangenförmiges Objekt, welches mit einem 3D-Programm entworfen wurde und dessen Abwicklung als Schnittmuster für die Herstellung der Papierskulptur diente, birgt nach dessen Realisierung in der Realität Abweichungen und Ungenauigkeiten in sich, die dazu führen, dass die beiden Enden der Papierschlange sich nicht, wie beim ursprünglichen virtuellen Modell, zu einer endlosen Schleife vereinen. So treffen die beiden Enden der Skulptur nur „fast“ aufeinander. Im inneren dieser sieht man daher noch die zugrunde gelegte und ausgedruckte Abwicklung des raumgreifenden Objektes.

Zudem ist der Titel der Arbeit in einer weiteren Bedeutung zu sehen: liest man diesen als englisches Wort (schnell, rasant), so kommt die Komponente der Bewegung hinzu, die skulptural in der Dynamik, sowie in der Linienführung im inneren des Objektes enthalten ist.

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